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	<title>Uncategorized Archive - Praxis van de Loo</title>
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	<description>Dipl.-Psychologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie für Erwachsene und Kinder im Raum Bingen, Bad Kreuznach, Ingelheim, Mainz.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2023 11:11:13 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Uncategorized Archive - Praxis van de Loo</title>
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		<title>Schuldgefühle loswerden in 3 Schritten</title>
		<link>https://praxis-vandeloo.de/schuldgefuehle-loswerden-in-3-schritten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michaela van de Loo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2023 11:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Artikel erfährst du 🥰 wieso Schuldgefühle dich nicht besser machen🥰 wieso Schuldgefühle dich in der Vergangenheit festhalten🥰 die 3 Schritte, wie du Schuldgefühle loswerden kannst Los geht&#8217;s Wenn Eltern an meinem Elterntraining teilnehmen, kommt nach den ersten Videos oft eine E-Mail mit der Aussage &#8222;Jetzt hab ich ein ganz schlechtes Gewissen. Ich hab...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">In diesem Artikel erfährst du</h2>



<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f970.png" alt="🥰" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> wieso Schuldgefühle dich nicht besser machen<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f970.png" alt="🥰" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> wieso Schuldgefühle dich in der Vergangenheit festhalten<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f970.png" alt="🥰" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> die 3 Schritte, wie du Schuldgefühle loswerden kannst</p>



<h2 class="wp-block-heading">Los geht&#8217;s </h2>



<p>Wenn Eltern an meinem <a href="https://praxis-vandeloo.de/30-tage-elterntraining/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elterntraining</a> teilnehmen, kommt nach den ersten Videos oft eine E-Mail mit der Aussage &#8222;Jetzt hab ich ein ganz schlechtes Gewissen. Ich hab ja bisher alles falsch gemacht in der Erziehung.&#8220; Ich versuche dann zu vermitteln, dass ein Schuldgefühl uns leider nicht weiter bringt, geschweige denn besser macht. Wieso das so ist erfährst du jetzt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Schuldgefühle sind der Ausdruck einer guten Absicht, die wir gar nicht haben.  </p>
<cite>Rudolf Dreikurs</cite></blockquote>



<p>Eine Frage: Wenn du Schuldgefühle hast, wie fühlst du dich dann? <br>Wahrscheinlich sagst du jetzt: &#8222;schlecht&#8220;. Wenn wir uns Vorwürfe machen, uns Schuldgefühle einreden und uns in die Pfanne hauen, verhalten wir uns letztlich wie ein schlechter Lehrer, der permanent seine Schüler kritisiert. Und wie fühlen sich dann die Schüler? Schlecht! Und wie verhalten sich dann die Schüler? Genau: auch schlecht. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Störende Kinder sind entmutigte Kinder.</p>
<cite>Rudolf Dreikurs</cite></blockquote>



<p>Wenn wir uns schlecht fühlen, verhalten wir uns schlecht. Das heißt: durch Schuldgefühle fühlen wir uns schlecht und verhalten uns auch schlecht. Wir verbauen uns jegliche Chance besser zu werden, den Fehler wieder gut zu machen oder ihn kleiner zu machen. </p>



<p>Angenommen, du hast die Geduld verloren und dein Kind angeschrien, das daraufhin bitterlich zu weinen anfing. Abends im Bett und auch in den nächsten Tagen bestrafst du dich selbst mit Vorwürfen und Schuldgefühlen, fühlst dich schlecht und bist entmutigt. </p>



<p>Dein Blick richtet sich NUR auf dein Fehlverhalten, da bleibst du stecken. Und jetzt erschließt sich dir vielleicht auch das Zitat, dass Schuldgefühle der Ausdruck einer guten Absicht sind, die wir gar nicht haben. Richten wir den Blick nur auf unseren Fehler, können wir ihn nicht auf die Lösung (die gute Absicht) richten. Das Schuldgefühl führt nicht dazu, dass du dein Kind beim nächsten Mal NICHT anschreist. Es wird dir wieder passieren und noch mehr Schuldgefühle auslösen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Unser Verstand schlägt uns ein Schnippchen</h2>



<p>Wie macht er das? Indem er uns vorgaukelt der Fehler würde ausgeglichen werden durch unser Büßen. &#8222;Ich hab mein Kind angeschrien, ich fühle mich so schlecht damit.&#8220; Insgeheim bestrafen wir uns selbst und damit gleichen wir den Fehler aus. Da kommen wir nicht raus, solange wir diesen Mechanismus nicht durchschauen. </p>



<p>Angenommen du sitzt in der Sauna und gönnst dir als Mama ein bisschen &#8222;Me-Time&#8220;. Dabei empfindest du Schuldgefühle, weil du nicht bei deinen Kindern bist. Wozu? </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Schuldgefühle können Sie sich in die Haare schmieren</p>
<cite>Paartherapeutin</cite></blockquote>



<p>Das hab ich damals nicht verstanden, als die Paartherapeutin dies zu mir sagte, als ich ihr ggü. meine Schuldgefühle wegen der Trennung äußerte. Daraufhin sagte sie: &#8222;Sie trennen sich ja trotzdem.&#8220; Oder eben anders ausgedrückt: &#8222;Du sitzt ja trotzdem in der Sauna!&#8220;</p>



<p>Wir brauchen uns kein Schuldgefühl einzureden, denn wir tun das, was wir uns vorwerfen ja trotzdem. Es ist nur ein Trick des Verstandes, das was wir tun zu rechtfertigen und irgendwie auszugleichen. Schlau, oder? Ja, und damit kommen wir keinen Millimeter von der Stelle. Wir versauen uns den Saunabesuch noch obendrein. Davon hat niemand was. Nicht dein Kind, nicht die Sauna und du am allerwenigsten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lösung &#8211; 3 Schritte</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Bewusstwerdung beim leisesten Anflug von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen</strong><br><br>Mache dir sofort bewusst, was du gerade tust, während du dir Fehler vorhältst. Mache dir bewusst, was ich dir oben erklärt habe. Durchschaue deinen Verstand, wie er etwas ausgleichen will und dich damit im Schuldgefühl gefangen hält. Denn sobald du da aussteigst kommt wieder das ganze Gewicht deines &#8222;Fehlers&#8220; zum Tragen. Der Verstand muss sozusagen die Schuldgefühle in die andere Waagschale werfen, um Ausgleich zu schaffen. <br></li>



<li><strong>Finde den Fehler</strong><br><br>Stelle ganz konkret fest, was nun wirklich dein Fehler war. Was genau hast du falsch gemacht? Und warum? &#8222;Ich habe die Geduld verloren, weil ich selbst müde und gestresst war.&#8220; Dieser Schritt dient dazu aus dem schwammigen &#8222;Ich bin so schlecht.&#8220; eine konkrete Sache zu filtern, die in deinen Augen ein Fehler war und gleichzeitig veränderbare Gründe dafür zu finden, wie es soweit kommen konnte. <br></li>



<li><strong>Mache den Fehler kleiner</strong><br><br>Jetzt besteht deine Aufgabe NICHT darin, beim nächsten Mal den Fehler zu vermeiden, denn das schaffen wir oft nicht, sondern ihn KLEINER zu machen. Statt zu schreien, musst du beim nächsten Mal vielleicht nur noch lauter werden, oder die Mimik verändern, WEIL du für dich gesorgt hast und somit selbst weniger gestresst und müde warst, WEIL du z.B. in der Sauna warst. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f601.png" alt="😁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Achtung Voraussetzung!</h2>



<p>Damit dir die obigen 3 Schritte gelingen musst du allerdings den Versuch aufgeben fehlerfrei zu sein. Fehlerfrei sein zu wollen heißt sich selbst zu entmutigen, weil du es nicht schaffen wirst. Mache dir die Arroganz bewusst, die darin steckt: du willst besser sein als die gesamte Menschheit, wenn du den Anspruch an dich hast fehlerfrei zu sein. </p>



<p>Wenn du aber sagst: ich akzeptiere die menschliche Unvollkommenheit und ich mache beim nächsten Mal aus einem großen Fehler einen kleinen und es gelingt dir, DANN ERmutigst du dich  durch das Erfolgserlebnis und setzt eine Aufwärtsspirale in Gang. </p>



<p>Und solltest du diesen Text hier gerade lesen während du mit Schuldgefühlen in der Sauna sitzt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />: frage dich &#8222;Welchen Fehler begehe ich gerade?&#8220; Und vielleicht stellst du ja fest, dass da gar keiner ist, sondern dass du Selbstfürsorge betreibst, um beim nächsten Mal den Fehler etwas kleiner machen zu können. Relax! </p>
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			</item>
		<item>
		<title>7 Erziehungstipps, die du sofort umsetzen kannst</title>
		<link>https://praxis-vandeloo.de/7-erziehungstipps-die-du-sofort-umsetzen-kannst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michaela van de Loo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2023 11:14:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal sehnen wir uns als Eltern einfach nach einem Quicktipp, nach einer funktionierenden Erziehungsidee, die sich leicht umsetzen lässt und für die wir kein ganzes Buch lesen müssen. In diesem Blog bekommst du 🥳 7 schnelle Erziehungstipps, die du sofort umsetzen kannst🥳 darunter einen Tipp, mit dem du unnötige Diskussionen mit deinem Kind vermeidest🥳 eine...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Manchmal sehnen wir uns als Eltern einfach nach einem Quicktipp, nach einer funktionierenden Erziehungsidee, die sich leicht umsetzen lässt und für die wir kein ganzes Buch lesen müssen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/family-g17242470e_1280-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-3796" srcset="https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/family-g17242470e_1280-1024x678.jpg 1024w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/family-g17242470e_1280-450x298.jpg 450w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/family-g17242470e_1280-250x166.jpg 250w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/family-g17242470e_1280-768x509.jpg 768w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/family-g17242470e_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="has-text-align-left wp-block-heading">In diesem Blog bekommst du</h2>



<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f973.png" alt="🥳" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 7 schnelle Erziehungstipps, die du sofort umsetzen kannst<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f973.png" alt="🥳" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> darunter einen Tipp, mit dem du unnötige Diskussionen mit deinem Kind vermeidest<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f973.png" alt="🥳" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> eine Idee, wie du mit Leichtigkeit ein wenig mehr Selbstfürsorge in deinen Alltag integrieren kannst</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Erwähnte Links: </h2>



<p><a href="https://praxis-vandeloo.de/30-tage-elterntraining/">30-Tage Video-Elterntraining </a></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Los geht&#8217;s</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Tipp Nr. 1: Drücke in kurzen Sätzen aus, was du willst</strong><br><br>Mütter auf der ganzen Welt machen alle den selben Fehler. Sie reden und reden und reden. Wir verlieren uns in langen Erklärungen und Belehrungen und bemerken gar nicht, wie unsere Kleinen schon gar nicht mehr zuhören. Ich habe das hin und wieder ausgetestet und mitten im Satz meinen &#8222;Vortrag&#8220; abgebrochen. Es ist meinen Kindern nicht aufgefallen, sie hatten schon längst auf Durchzug geschaltet. <br><br>Denn innerhalb dieser vielen Worte geht meist die eigentliche Botschaft verloren. Ich habe einmal einen Vater mit seinem ca. 8-jährigen Sohn beim Minigolf beobachtet. Offenbar spielte der Junge zum ersten Mal Minigolf und der Vater hielt ihm Vorträge über die richtige Schlägerhaltung, die Fußstellung, den Schwung, den Augenbewegungen, der Ausholbewegung usw. Der Junge wollte einfach nur spielen, sich ausprobieren, selbst lernen und testen was funktioniert und was nicht. Mit jeder Bahn, die die beiden spielten konnte ich an der Körpersprache des Jungen erkennen, dass er die Lust verlor. Er hörte auch nicht mehr zu was der Vater ihm erklärte. <br><br>Jedes Kind ist anders, das eine möchte vielleicht mehr Erklärung, das andere weniger. Ich habe mit der Zeit gelernt, die Fragen meiner Kinder erstmal nur in einem Satz zu beantworten und auch Bitten, die ich an sie stelle kurz und bündig zu formulieren und dann den Mund zu halten. So versinkt die Botschaft nicht im Geplapper und die Kommunikation ist klarer. <br><br></li>



<li><strong>Tipp Nr. 2: Vermeide Verharmlosungen</strong><br><br>Wir neigen als Eltern oft dazu dem Kind zu vermitteln, dass das alles nicht so schlimm ist. &#8222;Ach, davor brauchst du keine Angst zu haben.&#8220; &#8222;Das ist doch nicht so schlimm.&#8220; &#8222;Das schaffst du doch mit links.&#8220; <br><br>Das machen übrigens auch Erwachsene unter sich. Während meiner Tätigkeit als Psychologin in einer orthopädischen Rehaklinik habe ich oft mit älteren Patienten gesprochen, die ihren PartnerIn verloren hatten. Alle haben mir erklärt, dass die gut gemeinten Aussagen ihres Umfeldes in Richtung &#8222;Das wird schon wieder.&#8220; keinerlei trostspendende Wirkung erzielt, sondern eher ein Gefühl des &#8222;Wegwischens&#8220; erzeugt haben. <br><br>Vielleicht drücken wir damit weniger Ermutigung sondern vielmehr unsere eigene Hilflosigkeit aus, wenn wir die o.g. Floskeln verwenden. Erhoffen wir uns doch damit das Thema zumindest vorübergehend aus der Welt zu schaffen. Wenn ich als Kind meine Angst vor einer Klassenarbeit meinen Eltern gegenüber ausdrückte und ein &#8222;Das klappt schon!&#8220; als Antwort erhielt, fühlte ich mich nicht gesehen, in meinem Gefühl nicht wahrgenommen, übergangen. So positiv die Absicht dahinter auch sein mag, beim Empfänger kommt es meist als Verharmlosung oder Bagatellisierung an, wodurch das Gefühl entsteht: &#8222;Meine Angst ist offenbar nicht berechtigt. Ich empfinde falsch, denn offenbar sieht Mama/Papa hier keinen Grund um Angst zu haben. Aber ich fühle sie doch. Stimmt da etwas nicht mit mir?&#8220; <br><br>Du siehst: Verharmlosung führt zu Verunsicherung beim Kind. Vermeide sie daher und stelle lieber Fragen wie: <br>&#8211; möchtest du darüber reden?<br>&#8211; was könnte schlimmstenfalls passieren?<br>&#8211; was daran macht dir Angst?<br>&#8211; was können wir tun, um deine Angst zu reduzieren?<br>&#8211; oder möchtest du die Angst behalten? Das ist ok, vielleicht dient sie dir. Was könnte das sein?<br>usw. <br><br></li>



<li><strong>Tipp Nr. 3: Erst sehen, dann trösten</strong><br><br>An den 2. Tipp knüpft direkt der 3. Tipp an. Bevor wir unser Kind trösten, sollten wir erstmal sehen und anerkennen, was geschehen ist. Dein Kind hat sein Kuscheltier verloren oder vergessen? Dann versetze dich in die Lage deines Kindes und sprich aus, was du wahrnimmst. &#8222;Du bist jetzt traurig, weil dein Kuschelfreund nicht bei dir ist.&#8220;<br><br>Hilfreich ist hier auch mal reinzuspüren wie es einem selbst in solcher Situation geht: wie ist das bei dir, wenn du deine vertrauten Sachen nicht bei dir hast und im Hotel übernachtest. Fehlt dir dein Kissen? Der vertraute Geruch? Das vertraute Gefühl deiner Matratze? Sprich das aus: &#8222;Du kannst dir jetzt gar nicht vorstellen gut zu schlafen ohne deinen Freund, weil der ja immer in deinem Arm liegt wenn du schlafen gehst. Das verstehe ich. Ich brauche auch immer MEIN Kissen, damit ich gut schlafen kann.&#8220;<br><br>Erst jetzt, nachdem du dein Kind mit seinem Problem gesehen und wahrgenommen hast, kannst du es trösten und versuchen eine Lösung zu finden. Wie würdest du für dich handeln? Würdest du für dein Ladekabel nochmal zurückfahren, um es zu holen, für das Kuscheltier deines Kindes aber nicht? Legst du die gleichen Maßstäbe an? Schau da einfach mal hin. Es kommt ja auch auf die Situation an, aber mache dir bewusst was in dir abläuft und ob evtl. das Kuscheltier für dein Kind die selbe Bedeutung hat wie dein Ladekabel für dich. Finde dann &#8211; mit deinem Kind gemeinsam &#8211; eine Lösung. <br><br></li>



<li><strong>Tipp Nr. 4: Vergewissere dich, dass dein Kind dich versteht</strong><br><br>Als meine Tochter ca. 6 Jahre alt war, stellte ich zum Mittagessen einen heißen Topf auf den Tisch und sagte begleitend dazu &#8222;Attentione prego&#8220;. Das ist so ein Spruch, den ich einfach manchmal sage, wenn Achtung geboten ist. Aber meine Tochter hat ihn nicht verstanden und sich natürlich am heißen Topf verbrannt. Wie sollte sie ihn auch verstehen? Aber ich hatte mir einfach keine Gedanken darüber gemacht. <br><br>Wenn du im Herbst mit deinem 2-jährigen Kind an der Nordsee bist und dein Kind sagt &#8222;Ich will schwimmen.&#8220; und du antwortest &#8222;Das geht nicht, es ist zu kalt.&#8220;, dann schau mal ob dein Kind dich verstanden hat. Weiß es wirklich was &#8222;zu kalt&#8220; bedeutet? Versteht es dich schon? Manchmal ist es besser, wenn Kinder erfahren dürfen, was wir meinen. Ok, das mit dem heißen Topf war jetzt nicht so glücklich gelöst, entstand aber durch meine Unbewusstheit. Im Falle der Nordsee könntest du zum Kind sagen: &#8222;Ja, mein Schatz du gehst jetzt schwimmen.&#8220; Dann packst du die Badehose ein, dein Kind zieht sie an und geht mal mit den Füßchen ins Wasser. Was glaubst du was dann mit seinen Badeplänen passiert? &#8222;Mama, nicht schwimmen.&#8220; Jetzt hat es SELBST eine Entscheidung getroffen, weil es verstanden hat. Damit stärkst du das Selbstvertrauen deines Kindes und vermeidest Geschrei, weil es nicht begreift wieso es jetzt nicht schwimmen darf. <br><br></li>



<li><strong>Tipp Nr. 5: Begründe dein nein nur wenn nötig</strong><br><br>&#8222;Mama, darf ich ein Eis?&#8220;<br>&#8222;Nein, wir essen gleich zu Abend und dann isst du nicht richtig, weil du keinen Hunger mehr hast.&#8220;<br>&#8222;Doch Mama, ich habe ganz viel Hunger und ich verspreche dir, dass ich auch ganz viel Abendessen esse.&#8220;<br>&#8222;Nein ,du hattest heute schon Süßigkeiten.&#8220;<br>&#8222;Aber das war doch nur ganz wenig und gestern durfte ich viel mehr Süßigkeiten.&#8220;<br><br>Merkst du was? In manchen Situationen ist es so, dass eine Begründung zu einer Endlosdiskussion führt, weil es plötzlich nur noch um den Grund geht und nicht mehr um die Sache an sich. Dann kommst du aus der Nummer nicht mehr raus. Dein Kind ist immer kreativer in Sachen Mama&#8217;s Argumente aushebeln. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f605.png" alt="😅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br><br>Also: wenn du nicht begründen musst, lass die Begründung weg. <br>&#8222;Mama, darf ich ein Eis?&#8220;<br>&#8222;Nein, heute leider nicht mehr. Aber morgen wieder.&#8220;<br><br></li>



<li><strong>Tipp Nr. 6: Aufräumen</strong><br><br>Kinder wollen spielen und vieles geht einfacher, wenn du ein Spiel daraus machst. <br>Schreibe deinem Kind z.B. eine Liste, mit all den Dingen, die aufzuräumen sind. Dann stelle den Wecker auf 5 oder 10 Minuten und starte ihn. Ihr räumt zusammen so viele Dinge wie möglich von der Liste auf, bis der Wecker klingelt. Wenn er klingelt hört ihr punktum auf, auch wenn noch Dinge auf der Liste stehen. &#8222;Den Rest machen wir morgen.&#8220; Das ist wichtig: hört wirklich auf wenn der Wecker klingelt. Denn es könnte sogar sein, dass es deinem Kind Spaß macht und man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist &#8211; so hat es mehr Lust auf Aufräumen, weil es eben mit Spaß und nicht mit Last verbunden ist. <br><br>Kleiner Zusatztipp: übernimm du die Sachen, die du UNBEDINGT aufgeräumt haben willst, damit du entspannt in den Abend gehen kannst. <br></li>



<li><strong>Tipp Nr. 7: Mini &#8211; Selbstfürsorge, die in jeden Alltag passt</strong><br><br>Du kennst das: wir rennen von einem zum anderen und der Tag verfliegt. Am Abend fragen wir uns wo der ganze Tag geblieben ist und vor allem wo WIR geblieben sind. Wir verlieren uns selbst in all dem Tun. <br><br>Darum mein Tipp: immer wenn du eine Sache beendest und bevor die nächste Sache beginnt, mache eine kleine Zäsur. 10 Sekunden, 5 Sekunden &#8211; das reicht. Spür kurz in deinen Körper, nimm dich wahr und wenn du es ganz gut machen willst spüre, was du und dein Körper gerade brauchen. 1x tief Durchatmen? Ein Glas Wasser? Einmal Strecken? Einmal Aufstehen und ein paar Schritte gehen? Einmal kurz die Augen schließen? Was ist es?<br><br>Mach das z.B. bevor du aus dem Auto steigst, um dein Kind vom Kindergarten abzuholen, bevor du das Büro verlässt, oder ganz unauffällig wenn du in die Küche gehst, um Essen zuzubereiten. Es gibt 1000 Situationen am Tag. Fang mit einer an und du wirst sehen: das Gefühl von &#8222;die Zeit rennt an mir vorbei&#8220; ist nicht mehr ganz so ausgeprägt. <br><br>So beginnt Selbstfürsorge! <br><br>Viel Erfolg!<br></li>
</ul>



<p><strong>Du möchtest tiefer in das Thema &#8222;Erziehung durch Ermutigung&#8220; eintauchen? Dann schau dir gleich mein 30-tägiges Video &#8211; Elterntraining an. <a href="https://praxis-vandeloo.de/30-tage-elterntraining/">Du findest es hier.</a></strong></p>
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		<item>
		<title>Warum Multitasking schadet und was stattdessen glücklich macht</title>
		<link>https://praxis-vandeloo.de/warum-multitasking-schadet-und-was-stattdessen-gluecklich-macht/</link>
					<comments>https://praxis-vandeloo.de/warum-multitasking-schadet-und-was-stattdessen-gluecklich-macht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michaela van de Loo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2022 20:38:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Multitasking]]></category>
		<category><![CDATA[Singletasking]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://praxis-vandeloo.de/?p=3602</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ach, das geht schon, ich bin doch multitaskingfähig!&#8220; Hast du das auch schon mal von dir behauptet? 1. WAS HEISST MULTITASKING WIRKLICH Gerade wir Mütter haben oft das Gefühl, ohne Multitasking geht nichts. Der Alltag wäre gar nicht zu bewältigen, wenn ich nicht beim Kochen auch dem Kind mit den Hausaufgaben helfe, während ich gleichzeitig...</p>
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<p>&#8222;Ach, das geht schon, ich bin doch multitaskingfähig!&#8220; Hast du das auch schon mal von dir behauptet? </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="706" src="https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/soap-bubble-g4fcebd830_1280-1024x706.jpg" alt="" class="wp-image-3603" srcset="https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/soap-bubble-g4fcebd830_1280-1024x706.jpg 1024w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/soap-bubble-g4fcebd830_1280-450x310.jpg 450w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/soap-bubble-g4fcebd830_1280-250x172.jpg 250w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/soap-bubble-g4fcebd830_1280-768x529.jpg 768w, https://praxis-vandeloo.de/wp-content/uploads/soap-bubble-g4fcebd830_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div class="wp-block-stackable-subtitle stk-block-subtitle stk-block stk-8zl9x6t" data-block-id="8zl9x6t"><p class="stk-block-subtitle__text stk-subtitle"><strong><br><br></strong>1. WAS HEISST MULTITASKING WIRKLICH</p></div>



<p>Gerade wir Mütter haben oft das Gefühl, ohne Multitasking geht nichts. Der Alltag wäre gar nicht zu bewältigen, wenn ich nicht beim Kochen auch dem Kind mit den Hausaufgaben helfe, während ich gleichzeitig das Baby vom rechten auf den linken Arm wechsle. </p>



<p>Das gehört irgendwie zum Standardrepertoire einer Mutter oder? Multitasking oder &#8211; Mehrfachaufgabenperformanz &#8211; bedeutet die Ausführung zweier oder mehrerer Aufgaben zur selben Zeit oder abwechselnd in kurzen Zeitabschnitten. Es ist scheinbar völlig normal, dass NUR Kaffeetrinken nicht drin ist. Da kann man doch gleichzeitig noch die Wäsche aufhängen und die E-Mail beantworten um Zeit zu sparen. Und da hat es auch mich schon direkt erwischt, denn während ich diesen Artikel hier vorbereite, frühstücke ich &#8230;. </p>



<p>Der Begriff Multitasking kommt aus dem Computerbereich. Da macht es ja auch Sinn, dass die Rechenleistung eines PC&#8217;s wirklich ausgenutzt wird, statt darauf zu warten, dass der Mensch, der davor sitzt mal wieder nicht versteht, welche Taste zu drücken ist. In dieser Wartezeit nämlich macht der Computer ganz viel kompliziertes Zeugs, was ich dir nicht näher erklären kann, ABER es laufen mehrere Dinge gleichzeitig ab. Wenn ein Computer das kann, können wir das doch auch oder? Schließlich wird alles immer schnelllebiger. Und wenn wir uns das Gehirn ansehen, dann stellen wir fest, dass es sehr wohl viele verschiedene Dinge gleichzeitig tun kann. </p>



<p>Es nimmt ja permanent Informationen aus dem Körper auf, checkt die Temperatur, nimmt Sinnesreize auf, steuert die Atmung und prüft den Blutdruck. Doch das alles läuft außerhalb unseres Bewusstseins ab. Problematisch wird es dann, wenn wir etwas vom Gehirn verlangen, was unsere Aufmerksamkeit fordert. Wenn es also darum geht, eine bewusste Entscheidung zu treffen. </p>



<p>Ein Beispiel: du möchtest eine E-Mail mit einem Anhang schreiben. Gleichzeitig erzählt dir dein Kind von einer Begebenheit aus der Schule. Du möchtest deinem Kind zuhören, dazu braucht es Aufmerksamkeit, aber du musst in deinem PC auch den richtigen Anhang aussuchen. Beides GLEICHZEITIG geht nicht. Hast du auch schon mal eine Mail verschickt, dort groß die angehängte Datei erwähnt und dann den Anhang vergessen? Multitasking &#8211; ja ja &#8211; da war die Aufmerksamkeit schon wieder woanders und Zack! Fehler! </p>



<p>Unser Gehirn hat nur eine Portion Aufmerksamkeit. Die kann es auf EINE Sache richten. Klar, du kannst spazieren gehen und dabei telefonieren, das liegt daran, dass spazieren gehen deine Aufmerksamkeit nicht so fordert wie das telefonieren. Du kannst aber nicht telefonieren und gleichzeitig ein Ticket am Fahrkartenschalter ziehen. Denn beides braucht deine Aufmerksamkeit. Die Fehlerquote beim Multitasking ist zudem ganz schön hoch. Vielleicht verpasst du bei der Berichterstattung deines Kindes dann auch, dass es für den morgigen Erdkundeunterricht bitte noch einen grünen Tonkarton in DIN A2 mitbringen muss. Ups! Also halten wir fest: Multitasking meint das gleichzeitige Abarbeiten zweier oder mehrerer Aufgaben und Neurowissenschaftler bestätigen, dass Multitasking für unser Gehirn eigentlich nicht möglich ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Wie Multitasking uns schadet </h2>



<p>Aber wie soll ich denn all die vielen Dinge tun, die zu erledigen sind? Vielleicht überzeugt dich ein Experiment von Alexander Hartmann. Bei ihm habe ich 2 meiner Hypnoseausbildungen gemacht und er demonstrierte sehr eindrücklich, dass Multitasking eine Illusion ist.</p>



<p>Dazu ließ er folgende Aufgabe erledigen:<br>Ein Teilnehmer sollte den Satz &#8222;Multitasking ist eine Lüge&#8220; auf das Flipchart schreiben. Unter das &#8222;M&#8220; sollte er eine 1 schreiben, unter das &#8222;u&#8220; eine 2 usw. Also &#8222;M&#8220;, 1, &#8222;u&#8220;, 2, usf. Der Teilnehmer brauchte 42 Sekunden und machte 3 Fehler. Als nächstes sollte der Teilnehmer erst den ganzen Satz schreiben und anschließend die Zahlen unterhalb der Buchstaben. Resultat: 26 Sekunden, 1 Fehler. </p>



<p><strong>Fazit</strong>: Wir brauchen wesentlich länger und machen mehr Fehler, wenn wir mulititaskingmäßig unterwegs sind. Damit haben wir schon gleich 2 Gründe, weshalb Multitasking uns mehr schadet als nutzt. Denn was uns als vermeintlich &#8222;gleichzeitig&#8220; vorkommt, ist in Wahrheit nur ein schneller Wechsel zwischen zwei oder mehreren Aufgaben. Du hörst deinem Kind kurz zu, schreibst an der Mail weiter, hörst wieder dem Kind zu, hast aber den Mittelteil verpasst und am Ende bei der E-Mail den Anhang vergessen. Das ständige neu rein denken führt zu Zeitverlusten und Fehlerzunahme. Das ist Stress pur! Wir müssen die Fehler ja auch wieder korrigieren und dazu fehlt uns die Zeit, z.B. wenn du dann am nächsten Morgen feststellst, dass du gar nichts weißt von einem gründen Tonkarton für Erdkunde! Wie sollen wir denn aber all den Aufgaben als Mutter, als Frau gerecht werden? Und das führt uns direkt zu Punkt 3: was uns stattdessen glücklich macht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Was uns stattdessen glücklich macht</h2>



<p>Das Zauberwort heißt &#8222;Singletasking&#8220;. Keine Sorge, du musst kein Single werden. Wieso Singletasking uns glücklich macht zeige ich dir jetzt! </p>



<p><strong>Grund Nr. 1: Effizienz</strong><br>Stell dir die Situation vor, deine Kinder sind morgens in der Schule und du hast frei. Wieso ist das so angenehm? Weil du endlich mal eine Sache am Stück erledigen kannst, bei einer Sache bleiben kannst ohne ständig unterbrechen zu müssen. Plötzlich schaffst du auch viel mehr. Singletasking ist also effizient.</p>



<p><strong>Grund Nr. 2: Fokus</strong><br>Du bist im wahrsten Sinne des Wortes bei der Sache, tust eins nach dem anderen, konzentrierst dich jeweils auf eine Aufgabe und erledigst so fokussiert und konzentriert eins nach dem anderen. Du hörst also erst deinem Kind zu, und bekommst auch was vom Tonkarton mit, und schreibst dann die E-Mail, die du inkl. Anhang verschickst. Oder umgekehrt. Glaubst du mir jetzt, dass du weniger Stress hast?</p>



<p><strong>Grund Nr. 3 Raus aus der Überforderung</strong><br>Du steigst aus dem Hamsterrad der Überforderung aus. Ständig zu versuchen multitaskingfähig zu sein führt langfristig zur Überforderung und lässt dich ausbrennen. Zu vieles wird begonnen aber nichts richtig beendet und falls doch hat man kein wirkliches Erfolgserlebnis weil man ja vermeintlich gleichzeitig noch die andere Sache erledigen muss. </p>



<p><strong>Grund Nr. 4: Bessere Beziehungen</strong><br>Singletasking verbessert unsere Beziehungen. Was glaubst du, wie dein Kind sich fühlt wenn du nur mit halbem Ohr zuhörst, weil du gleichzeitig die E-Mail schreibst? Oder wenn du ins Handy schaust, während du mit deinen Arbeitskollegen beim Mittagessen sitzt.</p>



<p>Stell dir stattdessen vor du schenkst deinem Kind deine volle Aufmerksamkeit während es von seinem Schultag erzählt. Du schaust es an, bist präsent. Dein Kind fühlt sich wertgeschätzt und gesehen. Und by the way wird der Bericht deines Kindes etwas kürzer ausfallen, weil es bekommen hat, was es brauchte: dein Ohr und deine Präsenz. So hast du es ganz nebenbei ermutigt und sein Zugehörigkeitsgefühl gestärkt.</p>



<p><strong>Grund Nr. 5: Mehr Erfolge &#8211; mehr Glück</strong><br>Singletasking macht uns glücklicher, weil wir viel bewusster leben. Wie viel geht uns im Alltag verloren, weil wir nicht bewusst sind, was spüren wir alles nicht, weil wir nicht bewusst sind, was vergessen wir alles, weil wir nicht bewusst handelten, wie viel Freude geht uns verloren, weil wir nicht in die lachenden Kinderaugen schauen, sondern auf den Bildschirm, wie viel Zeit geht uns verloren, weil wir vieles anfangen und vieles nicht zu Ende bringen? Ich kenne das von mir selbst. Da fange ich an die Spülmaschine auszuräumen, unterbreche kurz um ins Bad zu gehen, sehe auf dem Weg wieder was, was soooooo dringend zu erledigen ist, fange damit an und stelle dann später fest, dass die Spülmaschine nur halb ausgeräumt ist. Oder mir brennt das Essen an, weil ich gleichzeitig meiner Tochter bei den Hausaufgaben helfe. Singletasking macht uns glücklicher, weil wir mehr Erfolge haben, wenn wir eins nach dem anderen zu Ende bringen UND weil wir es bewusster erleben. Wir richten die Aufmerksamkeit vollkommen auf eine Sache, schließen sie ab, genießen das Erfolgserlebnis und wenden uns dann der nächsten Aufgabe zu. </p>



<p><strong>Grund Nr. 6: Klarheit</strong><br>Singletasking macht uns klarer. Jemand, der alles gleichzeitig macht wirkt schnell chaotisch und fahrig. Wenn wir immer nur mit einer Sache beschäftigt sind, entsteht Klarheit, in unserem Kopf, für unsere Mitmenschen und v.a. für unsere Kinder. Wenn das Kind weiß, Mama macht jetzt erst diese E-Mail fertig, danach bekomme ich die volle Aufmerksamkeit, dann lernt das Kind diese Klarheit, es lernt sich kurz zurückzunehmen und nicht jedem Impuls nachzugeben. Singletasking macht also auch unser Kind glücklicher. Wenn das mal nix ist oder? Und ich hör jetzt schon das ABER&#8230;</p>



<p><br>ABER ich hab mehr als nur 1 Kind, alle wollen Aufmerksamkeit&#8230;ABER wenn doch so viel zu tun ist&#8230;ABER &#8230;Nimm den Druck raus. Verfalle jetzt nicht in den Singletasking-Perfektionismus, damit hast du nichts gewonnen. Welche EINE SACHE nimmst du dir also jetzt vor?<br></p>



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		<title>Wann zum Psychologen &#8211; 5 Tipps</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michaela van de Loo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2021 11:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Klientin kommt auf Empfehlung zu mir. Im ersten Gespräch wirkt sie kaum aufnahmefähig, kann sich nicht konzentrieren und bittet mich um Wiederholung des Gesagten, da sie es bereits wieder vergessen habe. Das zweite Gespräch sagt sie ab und lässt sich in eine Akutklinik einweisen.&#160; Diese Klientin hat sich definitiv zu spät Hilfe gesucht. So...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block stk-tdrmwcx" data-block-id="tdrmwcx"><h5 class="stk-block-heading__text">Die Klientin kommt auf Empfehlung zu mir. Im ersten Gespräch wirkt sie kaum aufnahmefähig, kann sich nicht konzentrieren und bittet mich um Wiederholung des Gesagten, da sie es bereits wieder vergessen habe. Das zweite Gespräch sagt sie ab und lässt sich in eine Akutklinik einweisen.&nbsp;</h5></div>



<div class="wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block stk-fk62e84" data-block-id="fk62e84"><h5 class="stk-block-heading__text">Diese Klientin hat sich definitiv zu spät Hilfe gesucht. So viele Monate und Jahre hat sie ihr Thema mit sich herumgeschleppt und versucht es allein zu lösen. Der Leidensdruck war bereits so groß, dass der Weg dann doch ziemlich direkt in die Klinik führte. Vielleicht war unser Gespräch der Auslöser dafür.&nbsp;</h5></div>



<div class="wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block stk-uz4jryi" data-block-id="uz4jryi"><h5 class="stk-block-heading__text">Wann sollte man demnach psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Woran erkenne ich, ob ich eine Beratung brauche? In diesem Artikel möchte ich dir ein paar Anhaltspunkte dafür geben.&nbsp;</h5></div>



<div class="wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block stk-d71u61y" data-block-id="d71u61y"><h2 class="stk-block-heading__text">Wenn der Leidensdruck fehlt</h2></div>



<p>Manche Klienten kommen einfach, weil sie neugierig sind &#8211; denn ich bot einige Zeit lang auch Hypnosesitzungen an (aktuell „nur“ mindTV &#8211; eine Visualisierungstechnik, die der Hypnose jedoch sehr ähnlich ist, aber auf den Tranceartigen Zustand verzichtet). Sie wollen einfach mal ausprobieren, wie das so ist mit der Hypnose. Bin ich überhaupt hypnotisierbar? Kann ich danach keine Schokolade essen? Mein zweiter Hypnoseausbilder hat diese Klienten „Besucher“ genannt. Besucher deshalb, weil kein echter Leidensdruck vorliegt, weil sie nur mal vorbeischauen, ausprobieren wollen, aber nicht wirklich bereit sind den Preis in Form von Arbeit zu investieren.&nbsp;</p>



<p>Grundsätzlich ist Neugier ja kein Problem, jedoch ist Psychotherapie, psychologische Beratung und ja auch Hypnose für mein Gegenüber anstrengend. Es verlangt dem Klienten so einiges ab. Wenn dieser dann nicht einen gewissen Leidensdruck mitbringt, wird er nicht bereit sein, diese Anstrengung auf sich zu nehmen. Die Sitzungen funktionieren einfach nicht so gut. Das Thema ist schwammig, die zu gehenden Schritte erscheinen mehr mühselig als motivierend und die Sitzungen erinnern mehr an ein Gespräch unter Bekannten als an eine psychologische Beratung.&nbsp;<br><br>Versteh mich hier richtig: mir ist bewusst, dass Gespräche auch rein zur Entlastung geführt werden können und dies hat auch seine Berechtigung. Manchmal will man gar nichts ändern, sondern einfach nur gehört werden. Dies kann also durchaus ein Grund sein, einen Psychologen aufzusuchen. Und es gibt ja auch Entspannungshypnosen, die rein suggestiv ausgerichtet sind und dem Klienten ein Gefühl von Wohligkeit vermitteln. Die kann man dann einfach mal ausprobieren.<br><br><strong>Fazit</strong>: Prüfe für dich, wie groß dein Leidensdruck ist und ob du bereit bist, zu tun, was zu tun ist. Wenn ja, herzlich willkommen! Und wenn du nur mal jemanden zum Reden brauchst: herzlich willkommen!</p>



<div class="wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block stk-mvkf2cr" data-block-id="mvkf2cr"><h2 class="stk-block-heading__text">Wenn es 2 vor 12 ist</h2></div>



<div class="wp-block-stackable-text stk-block-text stk-block stk-68ykptj" data-block-id="68ykptj"><p class="stk-block-text__text"></p></div>



<p>Umgekehrt kommen manche Klienten &#8211; so wie die Dame von der ich am Anfang schrieb &#8211; einfach erst dann wenn es schon 2 vor 12 ist. Wenn sie eigentlich schon nicht mehr können, der Leidensdruck so groß ist, dass sie das Gefühl haben bald durchzudrehen, wenn sich nicht SOFORT etwas ändert.&nbsp;</p>



<p>Angst vor Stigmatisierung und sich selbst einzugestehen Hilfe zu benötigen sind Gründe dafür, dass Menschen mit psychischen Problemen manchmal zu lang warten oder sich niemals Hilfe holen.&nbsp;</p>



<p>Doch psychologische Beratung und auch Hypnose können nicht zaubern, auch wenn wir uns das manchmal wünschen. Wenn du schon Monate und Jahre versucht hast, dein Problem zu verdrängen, allein zu lösen oder zu betäuben, dann kommt der Anruf beim Psychologen vielleicht zu spät.&nbsp;</p>



<p>Dann reicht die Kraft einfach nicht mehr, neben dem Alltag noch an sich selbst zu arbeiten. Dann ist meist ein Klinikaufenthalt, ganz außerhalb des Alltags unvermeidbar, um erstmal zu Kräften zu kommen und sich dann nur auf eins &#8211; nämlich sich selbst &#8211; zu fokussieren.&nbsp;</p>



<p><strong>Fazit</strong>: weder zu wenig Ledensdruck noch zu viel ist ein günstiger Moment, um zum Psychologen zu gehen. Melde dich dann, wenn du noch die Kraft dazu hast. Ist keinerlei Kraft mehr da, begib dich in eine Klinik.</p>



<div class="wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block stk-gvs2iw9" data-block-id="gvs2iw9"><h2 class="stk-block-heading__text">Woran erkenne ich, ob ich zum Psychologen sollte? 5 Anhaltspunkte</h2></div>



<ol class="wp-block-list"><li><strong>Macht sich dein Umfeld Sorgen um dich?</strong><br>Oft bemerken Familie und Freunde früher als wir, dass etwas mit uns nicht stimmt. Vielleicht wurdest du bereits angesprochen, dass du schon lange nicht mehr gelacht hast, dich zurückziehst, niemanden mehr an dich heranlässt usw. Nimm diese Hinweise ernst. Man macht sich nur Sorgen um jemanden, der einem wichtig ist. Sie meinen es also gut. Übernimm jedoch auch selbst die Verantwortung, dich um einen Termin zu kümmern. Du selbst musst bereit sein und den Weg zu gehen!<br></li><li><strong>Fühlst du dich durch dein Problem im Alltag eingeschränkt?</strong><br>Du kennst vielleicht den Spruch „Die Menge macht das Gift.“ Wenn du dir in der aktuellen Situation 3x am Tag häufiger die Hände wäscht als üblich, ist das sicherlich noch kein Problem. Wenn du dich jedoch gezwungen fühlst, dich zu waschen und extrem viel Zeit damit verbringst, Ausreden findest, Termine versäumst, Treffen absagst usw. dann ist es eine Einschränkung, die du ernstnehmen solltest. Hol dir professionelle Hilfe.&nbsp;<br></li><li><strong>Leiden deine Beziehungen?</strong><br>Dein Partner kann mit deinen Selbstzweifeln nicht mehr umgehen und die Beziehung leidet darunter? Oder vernachlässigst du deine Freunde, weil dir der Sinn für alles abhanden gekommen ist? Vielleicht kannst du dich nicht so um deine Kinder kümmern, wie du es dir eigentlich wünschst? Dies alles sind Anzeichen dafür, dass du nicht im Lot bist. Je früher du damit beginnst, dich mitzuteilen und dir professionelle Hilfe zu suchen, umso schneller wirst du wieder in deine Spur finden. Wenn du ein körperliches Problem hast, gehst du ja auch zum Arzt und lässt dir helfen.&nbsp;<br></li><li><strong>Du setzt Alkohol &amp; Co. ein, um dich besser zu fühlen?</strong><br>Fällt dir auf, dass du vermehrt isst oder hungerst, öfter Alkohol trinkst als sonst? Vielleicht hast du das Gefühl, dass der Alkohol oder andere Substanzen dich von deinem Problem ablenken, es damit irgendwie leichter geht? Wenn Alkohol &amp; Co deine Freunde geworden sind, auf die du im Hinblick auf dein Problem nicht mehr verzichten kannst oder willst, dann kann dies ein Anzeichen sein, dich in eine Psychotherapie zu begeben.&nbsp;<br></li><li><strong>Bist du lustlos und antriebsarm?</strong><br>Die Spülmaschine müsste ausgeräumt, das Bad geputzt werden, seit Wochen willst du beim Zahnarzt anrufen, doch du schiebst alles auf. Irgendwie macht nichts mehr so richtig Freude, dir fehlt der Sinn und die alltäglichen Aufgaben scheinen unendlich groß und schwer. Nimm dies ernst. Das Leben ist zur Freude gedacht. Ist keine Freude da, dann stimmt etwas nicht und dem solltest du nachgehen. Melde dich bei einem Psychologen und warte nicht zu lang.&nbsp;</li></ol>



<div class="wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block stk-dutcggs" data-block-id="dutcggs"><h2 class="stk-block-heading__text">&#8230; und wegen Corona zum Psychologen?</h2></div>



<p>Was macht die aktuelle Lage mit dir? Bereitet sie dir Sorge und Angst? Fühlst du dich wie gelähmt oder bist du wütend auf die Politiker, die Welt, auf all das? Glaube mir: du bist nicht allein. Viele Menschen stecken dies nicht so leicht weg wie es scheint. Beobachte dich auch da genau. Wie hast du dich verändert in dieser Zeit? Fühlst du dich überfordert? Kommt Schlaflosigkeit hinzu? Kannst du dich noch konzentrieren? Dann werde rechtzeitig aktiv. Du musst da nicht allein durch und du bist nicht allein. Nicht mit deinen Sorgen, nicht mit diesem Thema.</p>



<p>Wir Psychologen können dir die Angst, die Trauer, die Sorge, die Depression nicht einfach abnehmen. Aber in der Beratung sind wir immerhin zu Zweit <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br><br><strong>Wenn wir was tun, dann tut sich was!</strong></p>



<p>Geh es an!&nbsp;</p>
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		<title>Vergebung &#8211; so schaffst du es!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michaela van de Loo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2021 15:56:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tränen der jungen Frau, die auf meiner Praxisliege liegt, sind gerade getrocknet. Eben noch schilderte sie mir, wie sie damals in der Grundschule von ihren Mitschülern gemobbt und gedemütigt wurde. „Wie konnten sie mir das nur antun? Ich hab doch gar nichts getan!“ In der Visualisierung schauen wir uns an, weshalb die Kinder damals...</p>
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<div class="wp-block-ugb-heading ugb-heading ugb-2a67b62 ugb-main-block"><div class="ugb-inner-block"><div class="ugb-block-content"><h2 class="ugb-heading__title"><br></h2></div></div></div>



<p><strong>Die Tränen der jungen Frau, die auf meiner Praxisliege liegt, sind gerade getrocknet. Eben noch schilderte sie mir, wie sie damals in der Grundschule von ihren Mitschülern gemobbt und gedemütigt wurde. „Wie konnten sie mir das nur antun? Ich hab doch gar nichts getan!“ In der Visualisierung schauen wir uns an, weshalb die Kinder damals so grausam waren, was ihr eigener Schmerz war, der sie veranlasst hat, sich so zu verhalten und langsam kann die Klientin sehen, dass das was damals geschah mehr mit den Mitschülern, als mit ihr zu tun hatte. „Bist du bereit, ihnen zu vergeben?“ Ein entscheidender Moment in dieser und jeder einzelnen mindTV Sitzung … Wie hättest du geantwortet?</strong></p>



<p>Vergebung ist ein schwieriges Thema, da es so oft missverstanden wird. Wir glauben, dass das, was uns angetan wurde einfach weggewischt, unter den Tisch gekehrt und entschuldigt wäre wenn wir vergeben. Wir glauben, dass dann alles einfach vergessen ist, als wäre nichts geschehen. Dabei hat man uns doch so großes Leid zugefügt oder fügt es uns aktuell noch immer zu. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Wem ich die Schuld gebe, dem gebe ich die Macht</h5>



<p>Doch auf diese Weise begeben wir uns in eine ungünstige Position, stehen unterhalb desjenigen, der uns diesen Schmerz zugefügt hat und befinden uns im Opferdasein. Ich bin das Opfer und da ist der Täter. Wer hat hier die Macht? Wem ich die Schuld gebe, dem gebe ich die Macht. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Ich war&#8217;s nicht!</h5>



<p>Kennst du diese T-Shirts, die Kinder manchmal tragen mit der Aufschrift „Ich wars nicht“? Und kennst du das unter Geschwistern, dass sie sich gegenseitig die Schuld zuweisen wie den schwarzen Peter? &#8222;Das war ich nicht, das hat er gemacht!&#8220; Oder &#8222;Das kam einfach so, ich konnte nichts dafür!&#8220; Niemand nimmt gerne Schuld auf sich &#8211; ausgenommen Menschen, die unter einer Depression leiden und sich häufig an allem die Schuld geben. Schuld schieben wir gern weiter, an den nächsten, wie eine heiße Kartoffel, an der wir uns verbrennen könnten. </p>



<p>So sind wir sehr viel empfindlicher bei Unrecht, das UNS zugefügt wird, als Unrecht, welches wir selbst den ANDEREN antun. So schmücken wir die brenzlige Verkehrssituation, in der uns der rote Kombi die Vorfahrt nahm aus bis ins kleinste Detail und vergessen getrost, dass wir selbst auch schon mal dem Anderen noch kurz vor knapp und mehr oder weniger elegant vor die Windschutzscheibe gekurvt sind. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f605.png" alt="😅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h5 class="wp-block-heading">Tipp für Perfektionisten</h5>



<p>Die Krux ist: je höher meine Ansprüche an mich selbst, je perfektionistischer ich veranlagt bin und Fehler weder mir noch anderen zugestehen kann, umso schwerer fällt es mir zu vergeben. Wenn ich mir selbst keinen Schnitzer erlaube, habe ich insgeheim die selben Ansprüche an Andere. Wie könnte ich da vergeben? Wenn ich es hingegen schaffe, mir selbst Fehler zu erlauben und mir selbst dafür zu vergeben, dann gelingt mir das auch leichter mit den Übeltätern aus meiner Vergangenheit oder Gegenwart. Wie so oft, dürfen wir also auch bei der Vergebung zuerst auf uns selbst schauen. Habe ich schon gelernt, Fehler nicht so wichtig zu machen? Habe ich schon erkannt, dass ich selbst auch chronisch menschlich unvollkommen bin? Pflege ich schon einen wohlwollenden Umgang mit mir und meinen &#8222;Missetaten&#8220;? </p>



<h5 class="wp-block-heading">Warum überhaupt Vergebung?</h5>



<p>Ganz einfach: um weiter zu kommen. Wenn ich nicht vergebe, halte ich an altem Leid fest, schaue immer wieder in die Vergangenheit und begründe meine Unzulänglichkeiten mit Erfahrungen aus der Kindheit. Versteh mich hier richtig: uns zugefügtes Unrecht in der Kindheit prägt uns sehr und es gilt dies mitfühlend zu würdigen und die Gefühle in all ihren Facetten zuzulassen und zu spüren. Doch irgendwann dürfen wir uns davon lösen und die Vergangenheit in der Vergangenheit lassen. Das ist ja das Gute: Vergangenes ist vergangen und kommt nie wieder. Es sei denn, wir holen es immer wieder in unsere Gegenwart, erinnern uns, machen Vorwürfe, fühlen uns erneut als Opfer und kommen so keinen Schritt voran.</p>



<p>Entwicklung heißt ja so, weil wir uns ent-wickeln. Uns auswickeln aus den Erinnerungen, den Gefühlen von damals, den Anklagen und Vorwürfen, um dann frei zu sein und den nächsten Schritt zu tun. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Weg mit der Anklage</h5>



<p>Die Vorsilbe „ver“ bedeutet eine Verneinung und das Wort „zeihen“ bedeutet „Anklage“. Jemandem zu verzeihen heißt, die Anklage wegzunehmen, aufzuhören Vorwürfe zu machen und dem Anderen die Macht über sein Leben zu geben. <br>Vergebung und Verzeihung werden dabei oft synonym verwendet. Dennoch ist verzeihen eher mit einer sozialen Interaktion verbunden, bei der der Schädiger den Geschädigten um Verzeihung bittet. „Verzeih mir, es tut mir leid.“ </p>



<h5 class="wp-block-heading">Behalte die Vergebung für dich</h5>



<p>Aus Sicht der Individualpsychologie sollten wir Vergebung rein innerlich vollziehen, ohne dem anderen dies mitzuteilen. Behalte also für dich, wenn du jemandem vergeben hast, um kein Gefälle aufzubauen. Denn insgeheim holst du dir die verlorene Macht zurück, indem du darüber entscheidest, ob dem Anderen seine Tat vergeben wird oder nicht. Da hat der Ehemann schon 50x für ein und die selbe Sache um Verzeihung gebeten doch die Frau bleibt hart. „Wie könnte ich ihm vergeben, dann käme er einfach so davon? Nein, er soll leiden und solange ich nicht vergebe, weiß er was er mir angetan hat.“ So leiden beide und kommen keinen Schritt voran.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Was falsch war, bleibt falsch!</h5>



<p>Vergebung dient nur uns selbst, nicht demjenigen, der uns verletzt hat. Genauso, wie unsere Wut, unser Groll und unser Hass nur uns schadet, aber nicht dem, der uns Unrecht getan hat. Und nochmal: nicht die Tat wird vergeben. Was falsch war bleibt falsch. Durch Vergebung lösen wir uns und den Schädiger aus den Fesseln der Vergangenheit und lösen damit auch die Verbindung zum Täter. Es ändert sich ja nichts an der Vergangenheit, auch wenn wir noch so viel Hass empfinden. Was geschehen ist, ist geschehen und jedes negative Gefühl bindet uns an die Erinnerung und an den Täter &#8211; un-sichtbar, aber spürbar!</p>



<h5 class="wp-block-heading">Was willst du in dein Leben ziehen?</h5>



<p>Vielleicht ist Vergebung ja lohnenswerter für dich, wenn du dir bewusst machst, dass alles was du ausstrahlst zu dir zurückkommt. Gemäß dem Gesetz der Resonanz kommen genau solche Ereignisse in dein Leben, die zu deiner aktuellen energetischen Schwingung passen. Strahlst du Hass, Groll und Wut aus, ziehst du Ereignisse an, die noch mehr Hass, Groll und Wut herbeiführen. Schaffst du es hingegen zu vergeben, so wird auch dir vergeben und du ziehst eine vergebungsreiche versöhnliche Zukunft an. Wäre das was für dich?</p>



<h5 class="wp-block-heading">2 Schritte &#8211; so kannst du anfangen</h5>



<ul class="wp-block-list"><li>Entscheide dich! Wie so oft beginnt alles mit einer Entscheidung. „Ja &#8211; ich will vergeben. Auch wenn ich das nicht auf Anhieb kann und vielleicht ein wenig länger brauche, ich will vergeben und mich endlich von den Fesseln der Vergangenheit lösen!“ Allein das müsste dir schon ein kleines Hochgefühl bescheren! Vielleicht musst du diese Entscheidung immer wieder neu treffen. Trickse dich nicht selbst aus, indem du dir sagst &#8222;Ich will ja, aber ich kann nicht.&#8220; Denn meist ist es ein &#8222;Ich könnte &#8211; aber ich will nicht!&#8220; Die Gründe dafür habe ich oben beschrieben. </li><li>Alles Gute! Weißt du, was mir gut geholfen hat und nach wie vor hilft? Ein Tipp von Bodo Schäfer: fang an, denjenigen in deinem Leben, die dich sehr haben, aufrichtig und reinen Herzens alles Gute zu wünschen. Nur für dich, nur im Stillen. Stell jede Person, der du vergeben willst mental vor dich und sage ihr aufrichtig, dass du ihm oder ihr alles Gute wünschst. Das löst dich von seiner oder ihrer Tat, löst dich von den Vorwürfen und ist ein Schritt in deine verdiente Freiheit. Mach dich auf den Weg. Du kannst das! Fang an! Und irgendwann, irgendwann kannst du vielleicht auch genauso ehrlichen Herzens innerlich sagen „Ich vergebe dir!“ &#8211; und es auch so meinen und fühlen. </li></ul>



<p>Übrigens &#8230; die Klientin auf meiner Liege hat es getan! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f49a.png" alt="💚" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>
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		<title>Zu viele Baustellen? So findest du den Anfang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michaela van de Loo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2020 16:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Zeiten in unserem Leben, da spüren wir: alles gerät aus den Fugen. In der Beziehung kriselt es. Waschmaschine, Fernseher und Auto geben gleichzeitig den Geist auf und bringen uns in eine finanzielle Schieflage. Es gibt Ärger mit den Kindern, Freundschaften brechen auseinander und am Arbeitsplatz gibt&#8217;s schlechte Stimmung. Puh! Wo soll man da...</p>
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<p><br><strong>Es gibt Zeiten in unserem Leben, da spüren wir: alles gerät aus den Fugen. In der Beziehung kriselt es. Waschmaschine, Fernseher und Auto geben gleichzeitig den Geist auf und bringen uns in eine finanzielle Schieflage. Es gibt Ärger mit den Kindern, Freundschaften brechen auseinander und am Arbeitsplatz gibt&#8217;s schlechte Stimmung. Puh! Wo soll man da beginnen? Wie den Anfang finden, der den Weg zurück zur Ordnung ebnet? In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich mit Klienten den Startpunkt und die ersten Schritte erarbeite und wie auch du für dich einen Anfang finden kannst.</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Nur aus dem Chaos kann eine neue Ordnung entstehen!</p></blockquote>



<p>In meiner Praxis erlebe ich es oft, dass Klienten das Gefühl haben, ihr ganzes Leben versinke im Chaos. Kein Stein scheint mehr auf dem anderen zu stehen und der Überblick ist verloren gegangen. Meist sagt der Klient dann &#8222;Ich bin ein besonders schwerer Fall.&#8220; Dass dem nicht so ist, finden wir meist schnell heraus. </p>



<p>Meine Beratung fußt auf der sog. Individualpsychologie von Alfred Adler. Alfred Adler lebte etwa zur selben Zeit wie Sigmund Freud, jedoch trug er seine Psychologie nicht in die akademische Welt, sondern wollte eine Psychologie für das Volk entwickeln. So war Adler häufig in den Wiener Kaffeehäusern zu finden, im Gespräch mit den Bürgern Wiens. Ihm war es wichtig, dass seine Psychologie pragmatisch und praktisch umsetzbar war. So verzichtete er auf komplizierte Theorien und abgehobene Sprache. Insbesondere die Pädagogik profitierte sehr von seinen Ideen (daher auch mein Steckenpferd die Erziehung von Kindern ;-)).</p>



<h5 class="wp-block-heading">Die 3 Aufgaben unseres Lebens</h5>



<p>Während seiner Laufbahn definierte Adler 3 Lebensaufgaben. Die Liebe, die Arbeit und die Gemeinschaft. Mit diesen Aufgaben werden wir alle in unserem Leben konfrontiert und wir werden uns ein Leben lang mit ihnen auseinandersetzen. Wir sind also nie fertig <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><span style="color: #669933;" class="ugb-highlight"><strong>Liebe</strong></span>: damit ist der Umgang mit unserem Partner, aber auch mit unseren Kindern, unseren Eltern und auch unseren Schwiegereltern gemeint. Bin ich immer noch das Kind sobald ich mit meinen Eltern zusammentreffe? Haben alte Muster aus meiner Kindheit weiterhin Bestand? Kann ich meine Kinder akzeptieren wie sie sind? Mit ihrer eigenen Persönlichkeit? Kann ich meinen Partner lassen wie er ist, auch wenn nicht alles nach meinem Geschmack ist?</p>



<p><span style="color: #669933;" class="ugb-highlight"><strong>Arbeit</strong></span>: diese Lebensaufgabe bezieht sich auf jede Tätigkeit, die wir kontinuierlich und mit Verantwortung ausüben. Es muss sich dabei nicht um eine Erwerbstätigkeit handeln. Es kann auch die Erziehung der Kinder sein, die Bewältigung des Haushalts, die Pflege eines Angehörigen usw. Habe ich eine positive Einstellung zu meiner Arbeit? Kann ich meinen evtl. vorhandenen Chef und meine Kollegen akzeptieren? Wie viel Raum nimmt die Arbeit in meinem Leben ein? Evtl. zu viel?</p>



<p><span style="color: #669933;" class="ugb-highlight"><strong>Gemeinschaft</strong></span>: bezieht sich auf den Umgang mit allen anderen Menschen, die nicht zu den Lebensaufgaben Liebe und Arbeit gehören. Dies sind Freizeitkontakte in Vereinen, beim Sport usw. aber auch der Umgang mit der Natur, mit Tieren und der Erde. Gut gelebt ist dieser Bereich eine Quelle der Freude. </p>



<p>Nun, nachdem ich dir die 3 Lebensaufgaben vorgestellt habe, kannst du für dich ein Resümé ziehen. Wie zufrieden bist du zur Zeit in der jeweiligen Lebensaufgabe? Nutze dazu gerne eine Skala von 0 &#8211; 10 wobei 0 = sehr unglücklich bedeutet und 10 = maximale Erfüllung. </p>



<p>Sagen wir, du erlebst in der Aufgabe Liebe eine 5, in der Aufgabe Arbeit eine 4 und in der Aufgabe Gemeinschaft eine 3. Das ist alles nicht sonderlich berauschend und man ist geneigt zu fragen &#8222;Was ist denn da los? Was läuft denn alles schief, dass du z.B. der Lebensaufgabe Arbeit nur einen Zufriedenheitswert von 4 gibst?&#8220; </p>



<p>Das kann man so machen. Doch wir Individualpsychologen (und natürlich auch andere psychologische Schulen) schauen immer (auch) auf das Gute. Was funktioniert denn noch in der Lebensaufgabe Arbeit? Was macht die 4 noch aus? Was gefällt dir? Was ist gut daran? Sofort findet ein Shift im Zustand des Klienten statt. Der Blick auf das Gute führt zu etwas Gutem &#8211; nämlich zu einem besseren Gefühl und bei so manchem schleicht sich die Erkenntnis ein, dass er gar kein so &#8222;schwerer Fall&#8220; ist, sondern dass es auch viel Positives in seinem Leben gibt und er selbst zu diesem positiven Anteilen beiträgt. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Wenn alles den Bach runter geht</h5>



<p>Wenn es in einer Lebensaufgabe den Bach runter geht, bleiben die anderen Aufgaben nicht unberührt. Wie bei einem Mobile wirkt sich eine gravierende Veränderung in einer Lebensaufgabe auch auf die übrigen Lebensaufgaben aus. Die Abwärtsspirale schwappt sozusagen auf die anderen Lebensaufgaben über. </p>



<p>Ein Beispiel: verzeih mir, dass ich das leidige Thema Corona anspreche, doch daran kann ich gut demonstrieren, was ich meine. Versetz dich noch einmal in die Zeit zu Beginn der Coronakrise zurück. Stellen wir uns dazu einen selbständigen Eventmanager vor, der plötzlich damit konfrontiert ist, dass all seine Aufträge der nächsten Wochen und Monate abgesagt werden. Das reißt ein großes Loch in die Lebensaufgabe Arbeit. Das Einkommen bricht weg, Anerkennung und Belohnung durch gelungene Veranstaltungen werden nicht mehr erteilt und neue Aufträge können nicht generiert werden. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Wie ein Turm aus Sektgläsern<br></h5>



<p>Kennst du diese Türme aus Sektgläsern, wie sie manchmal bei Hochzeiten verwendet werden? Sie sind aufgebaut wie eine Pyramide mit einem einzelnen Glas ganz oben als Spitze. Dieses Glas wird mit Sekt gefüllt und weiter gefüllt, auch wenn es schon längst überläuft. Mit dem was zu viel ist, werden die Gläser auf der nächsten Ebene gefüllt, bis auch diese überlaufen und die Ebene darunter füllen. </p>



<p>Genauso ist es bei den Lebensaufgaben: findet ein Einbruch in einer Lebensaufgabe statt, wirkt sich das auf die anderen Lebensaufgaben aus. Unser Eventmanager aus dem Beispiel wird herausgefordert, mit den finanziellen Einbußen und der fehlenden Anerkennung und Wertschätzung zurecht zu kommen. Wie wird ihn wohl seine Partnerin zu Hause erleben? Über die Wochen und Monate hinweg? Wird er gut gelaunt und fröhlich pfeifend morgens aus dem Bett springen? Oder eher missmutig und ängstlich bis hin zu gereizt am Frühstückstisch sitzen?</p>



<p>Jetzt fällt die Gemeinschaft weg. Aufgrund der behördlichen Anordnungen sind soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert worden. Keine Vereinsaktivitäten mehr, kein Fitnessstudio zum Auspowern, kein Lauftreff und kein Yogakurs. Familien und Lebenspartner sind an die Wohnstätte gebunden und hängen aufeinander. Kinderfremdbetreuung Fehlanzeige. Wehe dem, wenn du keinen Balkon oder Garten hast. Streit ist vorprogrammiert, Differenzen kaum zu vermeiden. Wir sehnen uns nach ein bisschen Zeit für uns allein. </p>



<p>Dabei fing alles doch in der Lebensaufgabe Arbeit an. </p>



<p>Übrigens geht das Ganze auch umgekehrt: bist du schwer verliebt (Aufgabe Liebe) geht die Arbeit leichter von der Hand und du kannst über die Macken deiner Freunde eher lachen. Das Mobile reagiert also auf positive wie negative Veränderungen. Und dass sich alles ändert ist das einzig stabile im Leben, oder? </p>



<h5 class="wp-block-heading">Wie rein &#8211; so raus</h5>



<p>Wie kommen wir raus aus dieser vielfach hoffnungslosen Situation? Aus diesem Chaos und Durcheinander? Nun: genauso wie wir rein gekommen sind. </p>



<p>Wir können nicht an 5 verschiedenen Stellen alles gleichzeitig verändern. Wenn du gleichzeitig deinen Schrank ausmisten, die Betten neu beziehen, Fenster putzen und Staubsaugen willst entsteht ein unüberschaubares Chaos. Nein, wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen. Schließlich backst du einen Kuchen auch so, dass du einzelne Schritte in der richtigen Reihenfolge bearbeitest. Oder würdest du den Kuchenbelag schon in den heißen Ofen schieben, bevor du den Teig zusammengerührt hast?</p>



<p>Nun mal Butter bei die Fische. Fang an EINE SACHE zu verändern. NUR eine Sache. NUR in einer Lebensaufgabe. Stelle dir dazu folgende Frage: </p>



<h5 class="wp-block-heading">Wenn ich in der Lebensaufgabe xyz mutiger wäre, was würde ich dann tun?</h5>



<p>Schreibe täglich 3 Dinge auf, die du tun würdest, wenn du in der Lebensaufgabe xyz (pick dir die Lebensaufgabe raus, an der du arbeiten möchtest) mutiger wärst. Schreib alles auf, was dir einfällt, du musst nichts davon KANNST. </p>



<p>Und dann fang an. Bleibe zunächst bei einer Lebensaufgabe und schaue, dass du dort auf der Zufriedenheitsskala nach oben kommst. Suche dir aus deiner Liste eine Sache aus, die dir machbar erscheint. Nur eine. Mach kleine Schritte, von mir aus winzige Schritte, aber mach sie. </p>



<p>Und du wirst sehen, auch mit kleinen Schritten kommst du vorwärts. Befülle das oberste Glas deiner neuen Sektglaspyramide. Befülle es immer weiter, so lang, bis es überläuft und alle weiteren Gläser auch befüllt. </p>



<p>Hab Freude damit!</p>



<p>Übrigens: falls du das Gefühl hast, 3 Lebensaufgaben seien zu wenig: später wurden noch 2 weitere Lebensaufgaben festgelegt: der Umgang mit sich selbst und die Beziehung zum Kosmos/Spiritualität. Der Einfachheit halber habe ich diese beiden Aufgaben nicht in den Artikel  mit aufgenommen.</p>



<p>Bildquelle: pixabay</p>
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		<title>Selbstzweifel überwinden &#8211; der wichtigste Schritt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michaela van de Loo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2020 12:41:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich im Jahr 2005 mein Diplom der Psychologie überreicht bekam, war ich über meine eigene Reaktion sehr verwundert. Ich fühlte eine Mischung aus Stolz und Zweifel. Selbstzweifel! Hatte ich das Einser-Diplom wirklich verdient? War ich wirklich so gut? Vielleicht habe ich nur Glück gehabt in den Prüfungen und die Prüfer meinten es gut mit...</p>
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<p><strong>Als ich im Jahr 2005 mein Diplom der Psychologie überreicht bekam, war ich über meine eigene Reaktion sehr verwundert. Ich fühlte eine Mischung aus Stolz und Zweifel. Selbstzweifel! Hatte ich das Einser-Diplom wirklich verdient? War ich wirklich so gut? Vielleicht habe ich nur Glück gehabt in den Prüfungen und die Prüfer meinten es gut mit mir? Vielleicht wurden mir einfach nur die richtigen Fragen gestellt? Was, wenn andere merken, dass ich eigentlich gar nichts weiß?</strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Das Hochstapler &#8211; Phänomen</h5>



<p>Diese Erfahrung, die ich damals machte, ist ein ganz typisches Merkmal für Menschen mit Selbstzweifeln. Sie können ihre eigene Leistung nicht anerkennen und für sich auf der „Haben-Seite“ verbuchen. Gute Leistungen werden lieber auf einen glücklichen Zufall zurückgeführt oder damit erklärt, dass andere nur nicht bemerkt hätten, wie wenig man im Grunde kann. Man fühlt sich wie eine Mogelpackung und ist in ständiger Angst aufzufliegen. Psychologen nennen dies das Imposter-Syndrom oder auch Hochstapler-Phänomen.</p>



<p>Der Begriff wurde erstmals 1978 in einem Artikel von Pauline R. Clance und Suzanne A. Imes eingeführt. Beobachtungen zeigten, dass insbesondere erfolgreiche und intelligente Frauen von diesem Phänomen betroffen waren. Dabei fällt mir ein, dass ich im Alter von ca. 18 Jahren einen Intelligenztest machen ließ und mir ein IQ von 133 bescheinigt wurde. Damit galt ich als hochbegabt. Wow! Wieder diese Mischung aus Stolz und Zweifel. Und so misstraute ich auch diesem Test. „Bestimmt hat der Berater sich verrechnet.“, „Ich hab eben Glück gehabt, würde ich den Test wiederholen, würde ich viel schlechter abschneiden.“ waren meine damaligen Gedanken.</p>



<p>​Mittlerweile wird klar, dass nicht nur Frauen sich mit derlei selbstabwertenden Gedanken plagen, sondern das Hochstapler-Phänomen geschlechtsunabhängig auftritt. Es bezieht sich dabei immer auf Leistungssituationen &#8211; kaum auf soziale Gegebenheiten. Gute und sehr gute Leistungen werden externen Ursachen zugeschrieben (Glück, Zufall, ein netter Prüfer usw.), während die Ursachen für Misserfolge innerhalb der Person gesucht werden (mangelnde Fähigkeiten).</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Meine wichtigste Erkenntnis</h5>



<p>Gerne gesellt sich zum Hochstapler-Syndrom noch ein gemeiner Perfektionismus hinzu, der schier unmenschliche Erwartungen an die eigene Person, aber auch an die Mitmenschen stellt. Wie oft schon habe ich gehört „Du hast aber auch ziemlich hohe Erwartungen.“ Misserfolg ist quasi vorprogrammiert und so schließt sich der Kreis der ständigen Selbstabwertung. Hat man es doch mal geschafft, seine hohen Erwartungen zu erfüllen, kann man sie nicht feiern, denn sie beruhen ja lediglich auf Glück und Zufall. Meist aber steckt man die Ziele vorsorglich so hoch, dass sie ohnehin unerreichbar bleiben, womit ein ausgeklügeltes Muster der Selbstabwertung in Gang gesetzt wird.</p>



<p>In diesem Muster war ich über viele Jahre und sogar Jahrzehnte gefangen. Sätze wie „Das schaffst du schon.“ oder „Du kannst das!“ prallten an mir ab und hinterließen ein Gefühl des Nicht-verstanden-werdens. Wenn ich jedoch auf eine Person traf, die mir signalisierte, dass sie wirklich an mich glaubte, sich mit mir auseinandersetzte und mir Empathie entgegenbrachte, dann war dies wie Balsam für mich. So lange, bis sich ein weiteres tückisches Muster auftat, denn ich wollte natürlich Recht behalten und diesen Menschen beweisen, dass ich wirklich nichts kann. Was glaubst Du, wie lange es der Andere dann mit mir aushielt und versuchte, mich vom Gegenteil zu überzeugen? Genau: nicht allzu lang.</p>



<p>Irgendwann war Schluss. Ich hatte selbst genug von dem eigens von mir (wenn auch unbewusst) kreierten Spiel der Selbstabwertung. Ich stellte mir die Frage: „Wieviele Jahre deines Lebens willst du noch mit Selbstzweifeln verbringen? Wie lange willst du noch deine Lebenszeit vergeuden mit diesem Quatsch? Bist du wirklich so gemeint gewesen? Oder kannst du deine Lebensaufgabe nicht viel besser erfüllen, indem du diese Zweifel überwindest, dir klar machst, was du kannst und ENDLICH deine Lebenszeit nutzt? Die erste Hälfte deines Lebens ist rum. Vergeude nicht auch die zweite indem du dich klein machst und dich in Frage stellst!“ Wow! Diese Fragen hatten es echt in sich. Mir wurde plötzlich bewusst, was ich davon hatte, diese Muster anzuwenden:​</p>



<ul class="wp-block-list"><li>ich musste nie zu meiner Größe stehen</li><li>in meiner Gegenwart fühlten sich andere groß, da ich mich klein machte</li><li>mir wurde gut zugeredet und Mut gemacht &#8211; das tat gut</li><li>ich musste keine Selbstverantwortung übernehmen</li><li>ich hatte immer ein „Ja, aber…“ als Argument, um Dinge nicht angehen zu müssen</li><li>usw.</li></ul>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Was du tun kannst, um deine Selbstzweifel zu überwinden</h5>



<p>Für mich war der wichtigste Schritt, mir klar zu machen, welches Spiel ich da eigentlich spielte und was ich davon hatte, was für mich dabei heraussprang, wenn ich mich derart in Frage stellte. So unangenehm Selbstzweifel auch sein mögen, sie haben immer auch ihre positiven Seiten, bewahren uns vor Unangenehmem, schonen uns, nehmen uns Verantwortung ab.</p>



<p>Werde dir dessen bewusst und dann: ENTSCHEIDE DICH!</p>



<p>Wie lange willst du noch so weiterleben?</p>



<p>Wie lange willst du noch deine Lebenszeit verschwenden?</p>



<p>Übernimm die Verantwortung für dich, dein Leben und deine Erfolge und feiere sie.</p>



<p>Die Beantwortung dieser Fragen erachte ich als einen der wichtigsten Schritte zur Überwindung der Selbstzweifel, dieser Schritt hat bei mir die Kehrtwende gebracht. Wir Menschen sind zielgerichtete Wesen und hinter jedem Verhalten steckt neben dem bewussten Ziel immer auch ein unbewusstes. Finde dein unbewusstes Ziel, das du mit den Selbstzweifeln erreichen willst und dann überlege dir, ob du so weiter machen willst. Sei schonungslos ehrlich zu dir selbst, dann findest du die Antwort!</p>



<p><strong>Dabei wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg!</strong></p>



<p>(Foto von cottonbro von Pexels)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zahlt das die Krankenkasse?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2020 08:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder werde ich gefragt, ob ich als Psychologin eine Kassenzulassung habe und mit den Krankenkassen abrechnen kann, oder ob man zumindest über das Erstattungsverfahren, die Kosten für meine Leistungen zurück bekommt.&#160; ​In diesem Artikel möchte ich Dir erklären, was es mit den verschiedenen Verfahren auf sich hat und Du erfährst welche Vorteile es haben...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Immer wieder werde ich gefragt, ob ich als Psychologin eine Kassenzulassung habe und mit den Krankenkassen abrechnen kann, oder ob man zumindest über das Erstattungsverfahren, die Kosten für meine Leistungen zurück bekommt.&nbsp;</strong></p>



<p>​<strong>In diesem Artikel möchte ich Dir erklären, was es mit den verschiedenen Verfahren auf sich hat und Du erfährst welche Vorteile es haben kann, Deine Sitzungen selbst zu zahlen.&nbsp;</strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Was ist eine Kassenzulassung?</h5>



<p>Psychotherapie ist grundsätzlich eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Diese übernehmen die Kosten für eine Psychotherapie zu 100%. Du musst nichts zuzahlen.&nbsp;</p>



<p>​Wichtig: Psychotherapie ist eine Antragsleistung, d.h. Du musst nach den Probesitzungen (bei Kassenpsychologen stehen Dir&nbsp;bis zu 5 Probesitzungen zu) bei Deiner Krankenkasse einen Antrag auf Psychotherapie stellen. Erst nach der Bewilligung weißt Du sicher, dass die Kosten übernommen werden. Sollte der Antrag abgelehnt werden, kannst Du Widerspruch einlegen.&nbsp;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Welcher Psychologe erhält eine Kassenzulassung?</h5>



<p>Psychotherapeuten, die mit den Krankenkassen abrechnen wollen, müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Sie müssen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>approbiert sein, d.h. eine staatliche Behandlungserlaubnis besitzen</li><li>zur kassenärztlichen Versorgung zugelassen sein</li><li>eine psychotherapeutische Methode anwenden, die zu den sog. &#8222;Richtlinienverfahren&#8220; gehört. Dies sind bisher:<ol><li>Verhaltenstherapie</li><li>Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie</li><li>Analytische Psychotherapie</li><li>Neuropsychologische Therapie</li></ol></li></ul>



<p>Kann ein Psychologe ein oder mehrere dieser Kriterien nicht erfüllen, so kann er nicht mit den Krankenkassen abrechnen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Und was ist ein Kostenerstattungsverfahren?</h5>



<p>Wenn Du schon einmal versucht hast, bei einem Kassenpsychologen einen Termin zu bekommen, dann weißt Du, dass das keine leichte Sache ist. Meist musst Du mit langen Wartezeiten für ein Erstgespräch rechnen. In der Regel wartest Du 6-12 Monate auf einen solchen Termin. Viele Klienten können und wollen so lange nicht warten.&nbsp;</p>



<p>Hast Du dann Dein Erstgespräch und stellst fest, dass die Chemie zwischen Dir und dem Psychologen nicht stimmt, fängst Du wieder von vorne an. Ein mühsamer und entmutigender Prozeß beginnt und viele geben an dieser Stelle auf.&nbsp;</p>



<p>Es gibt einfach zu wenig Psychologen mit Kassenzulassung. Daher besteht die Möglichkeit, eine Behandlung bei einem Psychotherapeuten zu erhalten, der keine Kassenzulassung hat. Dazu ist ein Nachweis notwendig, der belegt, dass Du dringend behandlungsbedürftig bist und dass Du bereits bei mehreren Kassenpsychologen angefragt, jedoch keinen Termin erhalten hast, bzw. nur mit langer Wartezeit von mehreren Monaten.</p>



<p>Psychotherapeuten, die über das Kostenerstattungsverfahren arbeiten können, haben zwar eine Approbation (s.o.), aber keine Kassenzulassung. Sie arbeiten in einer Privatpraxis und stellen Dir ihre erbrachten Leistungen in Rechnung. Diese kannst Du dann bei Deiner Krankenversicherung einreichen.&nbsp;</p>



<p>Es ist sinnvoll, Dir im Vorfeld die Übernahme der Kosten, von Deiner Krankenkasse schriftlich bestätigen zu lassen.&nbsp;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Kann ein Heilpraktiker für Psychotherapie mit den Krankenkassen abrechnen?</h5>



<p>Ich zähle weder zu der einen, noch zu der anderen Gruppe von Psychologen, die ich oben beschrieben habe. Durch meine Zulassung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie darf ich aber die Heilkunde ausüben &#8211; beschränkt auf den Bereich der Psychotherapie.&nbsp;</p>



<p>Ein Heilpraktiker für Psychotherapie &#8211; und somit auch ich &#8211; kann grundsätzlich nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. In Einzelfällen war dies in der Vergangenheit im Ermessen der Krankenversicherung möglich, aber dies bleiben leider Ausnahmefälle.&nbsp;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Und was ist mit den privaten Krankenversicherungen?</h5>



<p>Dazu kann man keine pauschale Antwort geben, da die Möglichkeiten der Kostenübernahme immer von den individuellen vertraglichen Vereinbarungen jedes Versicherten abhängen.&nbsp;</p>



<p>Solltest Du privat versichert sein, dann erfrage zunächst bei Deiner Versicherung, ob die Leistungen eines Heilpraktikers für Psychotherapie in Deinem Vertrag enthalten sind. Dann besteht eine reelle Chance, die Kosten meiner Leistungen erstattet zu bekommen.&nbsp;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Und wenn das alles nicht auf dich zutrifft?</h5>



<p>Dann kannst Du zumindest meine Rechnungen bei Deiner Einkommenssteuererklärung einreichen. Ggf. werden diese dann vom Finanzamt berücksichtigt.&nbsp;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">3 gute Gründe, deine Sitzungen selbst zu zahlen</h5>



<p>Aus meiner Sicht, hat es einige Vorteile, wenn Du Deine Sitzungen selbst bezahlst.&nbsp;</p>



<p>&#8222;Was nichts kostet ist nichts wert!&#8220;</p>



<p>Kennst Du diesen Satz? Vielleicht ist es uns nicht immer bewusst, aber bei einem Großteil der Menschen trifft diese Überzeugung zu. Wir können die Dinge erst dann wirklich wertschätzen, wenn wir einen Preis dafür zahlen. Denn dann wollen wir, dass sich unsere Investition lohnt, sonst hätten wir das Geld ja gleich zum Fenster hinauswerfen können. Je höher der Preis, desto mehr wollen wir, dass das worin wir investiert haben, auch wirklich funktioniert. &nbsp;​</p>



<p><strong>Dazu ein Beispiel:</strong>&nbsp;<br>Stell Dir vor, jemand kommt zu mir in die Praxis und möchte eine Rauch-Stopp-Hypnose. Der fiktive Preis liegt bei 180,00 €. Angenommen dieser Raucher gibt 6,00 € am Tag für Zigaretten aus, dann sind das rund 180,00 € im Monat. Das Honorar für die Sitzung hätte der inzwischen zum Nichtraucher gewordene Klient innerhalb eines Monats wieder eingespart. Der Klient aber denkt vielleicht: &#8222;Wenn es nicht funktioniert habe ich zumindest nicht so viel Geld ausgegeben.&#8220; Was glaubst Du, wird dieser Klient es schaffen mit dem Rauchen aufzuhören? Ich denke nicht.&nbsp;</p>



<p>​Nun stell Dir vor, jemand kommt zur Rauch-Stopp-Hypnose und diese kostet 1.000 €. Das tut richtig weh. Aber jetzt wird es spannend: dieser Klient denkt: &#8222;Ich zahle so viel Geld dafür, um mit dem Rauchen aufzuhören, also setze ich alles daran, dass es funktioniert!&#8220; Jetzt stimmt die Motivation und die Hypnose wird höchstwahrscheinlich zum gewünschten Erfolg führen.&nbsp;</p>



<p>Wir sind immer dann motiviert, unsere Ziele zu erreichen, wenn wir ein starkes &#8222;warum&#8220; haben. Ein mögliches &#8222;warum&#8220; ist, wenn wir einen Preis dafür zahlen, der so hoch ist, dass wir ihn nicht mal eben so aus dem Ärmel schütteln können.</p>



<p>Wir sind so viel motivierter und so viel mehr in der Eigenverantwortung, wenn wir die Leistungen, die wir erhalten selbst bezahlen müssen.&nbsp;</p>



<p>Ein weiterer Vorteil für den Selbstzahler ist folgender: Krankenkassen zahlen für Psychotherapie. Therapie bedeutet, jemand ist&nbsp;krank und damit behandlungsbedürftig. Möchtest Du aber bei Deiner Krankenversicherung als &#8222;psychisch krank&#8220; gelten, weil Du Unterstützung für Deine Beziehung brauchst, mehr Selbstvertrauen aufbauen möchtest oder leichter Entscheidungen treffen willst?<br>Außerdem fragen Lebens-, Berufsunfähigkeit- und private Krankenversicherungen vor Vertragsabschluss nach Vorerkrankungen. Hat jemand in den zurückliegenden 2-5 Jahren eine Psychotherapie gemacht, so wird der Betreffende entweder mit einem&nbsp;Risikoaufschlag belegt oder abgelehnt. Wenn Du selbst für Deine Sitzungen aufkommst, sparst Du den Risikozuschlag für o.g. Versicherungen und läufst nicht Gefahr von einer Versicherung abgelehnt zu werden.</p>



<p>​</p>



<p>Den dritten Vorteil sehe ich auf Seiten des Psychologen. Wenn die Krankenversicherung einen Antrag auf Psychotherapie bewilligt, dann werden zunächst 25 Sitzungen veranschlagt. Eine Verlängerung ist möglich. Ohne einem Kassenpsychologen nun zu nahe treten zu wollen, so ist es doch menschlich, wenn wir die Arbeit etwas langsamer angehen, solange wir wissen, dass wir noch viel Zeit haben. Rückt die Deadline dann näher, erschaffen wir in kürzerer Zeit viel mehr Ergebnisse als zu Beginn eines Arbeitsprozesses. Warum diesen Umweg gehen wenn er nicht zwingend erforderlich ist? Da ich aber weiß, dass meine Klienten alle selbst bezahlen müssen und dadurch vielleicht nur wenige Male kommen können,&nbsp;werde ich eine so hohe Qualität meiner Arbeit anbieten, dass der Klient seine Ziele in wenigen Sitzungen erreichen kann.&nbsp;</p>



<p>Mein Anspruch ist es, so zu arbeiten, dass Du mit möglichst wenigen Sitzungen die Veränderungen erreichst, die Du Dir gewünscht hast.</p>



<p><strong>AUF EINEN BLICK</strong> &#8211; die 3 Gründe dafür, Deine Sitzungen selbst zu zahlen&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Du bist motivierter und viel stärker in der Eigenmotivation</li><li>Deine Krankenversicherung erfährt nichts / Du wirst dort nicht als &#8222;psychisch krank&#8220; geführt</li><li>Dein Coach/Psychologe/Heilpraktiker wird sehr viel ergebnisorientierter arbeiten</li></ul>



<p><strong>Vielleicht hilft Dir auch diese Idee:</strong></p>



<p>Finde einen Kassenpsychologen und vereinbare dort einen Termin für Dein Erstgespräch. Wenn die Chemie stimmt kannst du vielleicht in 6-12 Monaten mit der Therapie dort beginnen.</p>



<p>Überlege Dir dann, wie viel Geld Du monatlich in Dich und Dein Wohlbefinden investieren kannst und willst.</p>



<p>​Fange so schnell wie möglich mit der psychologischen Unterstützung an (bei mir oder einem anderen HP Psych oder Coach).</p>



<p>​So überbrückst Du sinnvoll die Wartezeit bis zum Therapiebeginn und übernimmst die Verantwortung für Dich und Deine Gesundheit.</p>



<p><span style="color: #669933;" class="ugb-highlight"><strong>Verstehe mich aber richtig:</strong></span></p>



<p>Manche psychischen Krankheitsbilder, erfordern eine langfristige Behandlung. Und nicht jeder hat die finanziellen Möglichkeiten, dies selbst zu zahlen. Und genau diese Menschen sollten die wenigen Plätze bei den Kassenpsychologen erhalten. ​</p>



<p>(Foto: Pixabay)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://praxis-vandeloo.de/zahlt-das-die-krankenkasse/">Zahlt das die Krankenkasse?</a> erschien zuerst auf <a href="https://praxis-vandeloo.de">Praxis van de Loo</a>.</p>
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